Condition Monitoring Box

Condition Monitoring Box

Condition Monitoring Box: Leichter Einstieg in die IoT-Welt

Condition Monitoring Box: Leichter Einstieg in die IoT-Welt

Im Zuge von Industrie 4.0 wollen immer mehr Unternehmen Zugang zu ihren Daten bekommen. Tatsächlich können viele Unternehmen aber gar keine Daten im Feld sammeln, weil sie häufig in proprietären Systemen gefangen sind. Weidmüller bietet jetzt mit seiner Condition Monitoring Box eine einfache und modulare Lösung für die Datenerfassung und -analyse im Feld an.

Daten werden mittlerweile als das digitale Öl bezeichnet. Der Wunsch bei den Themen IoT, der digitalen Fabrik und Industrie 4.0 mitzuspielen, sorgt dafür, dass Unternehmen sich zunehmend Gedanken über das Sammeln der Daten und deren Analyse machen. Was aber macht man, wenn die Maschine schon einige Jahre am Buckel hat und nicht IoT-fähig ist? Dazu hat sich Weidmüller Gedanken gemacht und die neue Condition Monitoring Box auf den Markt gebracht. „Wir haben uns überlegt, wie man mit minimalstem Aufwand unterschiedliche Daten in Form von standardisierten Schnittstellen erfassen könnte“, erklärt Milena Krstic, Anwendungstechnikerin bei Weidmüller Österreich. Das Ergebnis ist eine komplett modulare Box, die flexibel an die Bedürfnisse der jeweiligen Anwendung angepasst werden kann. „Im Prinzip ist diese Box dafür gedacht, bestehende Anlagen nachzurüsten. Bislang war es immer schwierig in eine bestehende Steuerung einzugreifen“, erläutert Wolfgang Weidinger, Geschäftsführer Weidmüller Österreich und geht ins Detail: „Zuerst überlege ich mir: Welche Daten will ich mit welchen Sensoren aufnehmen. Dann konfiguriert man die Box entsprechend seiner Anforderungen und platziert sie bei der Anlage. In der Box ist zusätzlich ein IoT-Controller für die Aufbereitung der Daten verbaut.“ Über eine OPC/UA Schnittstelle können die Daten auch in das Leitsystem eingelesen werden, eine integrierte Visualisierung erleichtert die Datenanzeige. „So kann ich bestehende Anlagen nachrüsten, um auch vorausschauende Wartung, das Monitoring der Anlage etc. umzusetzen“, so Krstic. Weidmüller richtet sich mit der Condition Monitoring Box an alle Kunden, die – ohne große Investitionskosten – in die IoT-Welt einsteigen wollen.

Modular und einfach

Modular und einfach

Die Condition Monitoring Box unterstützt 100 unterschiedliche I/Os, die Steuerung kann 64 aktive Module unterstützen. Sie erfasst über die standardisierten Schnittstellen sowohl analoge als auch digitale Daten. Je nach Bedarf können Module unter anderem zur Erfassung von Frequenzen, der Motorsteuerung oder der Energiedaten bis zu 5A installiert werden. Einzigartig am Markt ist auch ein integriertes Engineering Tool, das webprogrammierbar ist – ohne ein zusätzliches Software-Tool auf dem Service-PC. „Man kann sich mit einem ganz normalen Micro-USB-Anschlusskabel oder einem LAN-Kabel mit RJ45 Stecker an die Steuerung anschließen und gelangt schon zur Programmieroberfläche“, beschreibt Krstic das einfache Startprozedere. Nach dem Baukastenprinzip können bei Bedarf weitere Boxen angeschlossen werden. „Aber in der Regel reden wir ja nicht von Unmengen an Maschinendaten. Wir sprechen von einer Größenordnung bis zu 50 unterschiedlichen Werten, die benötigt werden“, definiert Milena Krstic die häufigsten Anforderungen. „Manchmal, in gewissen Use-Cases, werden sogar viel weniger Daten gebraucht. Aber es ist wichtig, die Daten an der richtigen Schnittstelle zur Weiterverarbeitung zu finden.“ Die Box ist in den Schutzkategorien von IP54 bis 65 erhältlich.

Mit der Box kann ich bestehende Anlagen nachrüsten, um auch vorausschauende Wartung, das Monitoring der Anlage und viele weitere Features umzusetzen. Never change a running system lautet das Motto.

Milena Krstic, Anwendungstechnikerin Automation

Erste einfache Schritte möglich

Erste einfache Schritte möglich

Viele Unternehmen sammeln Daten ohne genau zu wissen, was sie daraus ablesen könnten. Auch hier bietet Weidmüller mit dem Automated Machine Learning Tool die passende Unterstützung. Dieses kann einfach auf die Condition Monitoring Box aufgesetzt werden. Nutzer können damit Modelle eigenständig erzeugen und weiterentwickeln, ohne dabei auf die Hilfe eines Data Scientists oder eines externen Kooperationspartners angewiesen zu sein. Dafür erhielt Weidmüller im November 2019 den begehrten Industrie 4.0 Innovation Award. Daten-Analyse und Machine Learning machen aber nur Sinn, wenn man die richtigen Daten zur Verfügung hat. Daher rät Wolfgang Weidinger zu ausgiebigen Überlegungen: „Bevor man sich für die Condition Monitoring Box entscheidet, sollte man bereits wissen, welche Daten man überhaupt will und welche Sensoren man dafür benötigt? Und dann muss man wissen, ob man mit diesen Daten Grenzwerte überwachen oder irgendwelche Anomalien feststellen möchte. Erst dann entscheidet man, ob man ein eigenes Software Tool benötigt oder eventuell eine reine Schwellwertüberwachung ausreicht.“ Weidinger erkennt mittlerweile das gestiegene IoT-Wissen bei den Kunden. Es gäbe Firmen, die auf eigene Datenanalysten, eigene Mathematiker oder eigene Industrial Analytic Spezialisten setzen. Auf der anderen Seite gäbe es nach wie vor Firmen, die ganz am Anfang des IoT-Lebens stehen und um die Antworten auf viele Fragen „noch kämpften“. Oft wissen diese Anwender gar nicht wie und wo sie mit dem Thema beginnen sollen. Mit der Condition Monitoring Box ist der erste Schritt sehr einfach zu bewerkstelligen, da man mit ihr ganz einfach Daten generieren kann. „Wir nennen die Box gerne Brownfield-Applikation. Das bedeutet: Es gibt ein Gebäude, eine Maschine, eine Steuerung, in die man nicht eingreifen will, weil sich vielleicht keiner mehr auskennt. Da ist es einfacher, daneben ein separates System aufzubauen und zu schauen, wie sich die Anlage verhält“, schildert Weidinger eine häufige Ausgangslage. Und Milena Krstic ergänzt: „Never change a running system lautet das Motto auf der einen Seite. Auf der anderen kann man mit der Condition Monitoring Box parallel abgestimmt auf den Use-Case trotzdem kleine Nachrüstung durchführen.“

Wir haben das Connectivity Consulting erfolgreich positioniert und schon etliche Projekte realisiert. Im Bereich Industrial Analytics sind wir auch in diese Richtung gegangen. Und mit dem Automated Machine Learning Tool ist schon eine neue Lösung vorgestellt!

Wolfgang Weidinger, Geschäftsführer

Mehr Lösungen

Mehr Lösungen

Vor mehr als einem Jahr hat Wolfgang Weidinger die Geschäftsführung von Weidmüller Österreich übernommen. Eines seiner angestrebten Ziele: vom reinen Produkt- hin zum Lösungsanbieter zu kommen. Die ersten Schritte sind bereits gemacht. „Wir haben das Connectivity Consulting erfolgreich positioniert und schon etliche Projekte realisiert. Im Bereich Industrial Analytics sind wir auch in diese Richtung gegangen. Und mit dem Automated Machine Learning Tool ist schon eine neue Lösung vorgestellt“, erklärt Weidinger. Auch der Vertrieb wird für diesen Weg stark geschult. Weidmüller hat dazu ein eigenes Schulungsprogramm aufgesetzt, bei dem es nicht nur um technische Schulungen, sondern auch Vertriebstechnische Schulungen in Hinblick auf den Verkauf von Lösungen, Beratungen und Dienstleistungen geht. „Es geht auch darum, den Kunden genauer zuzuhören und dann zielgerichtet Lösungen auszuarbeiten“, ergänzt der Geschäftsführer und freut sich über das positive Feedback vom Markt.