Was sind Blitzschutzzonen (LPZ) und welche gibt es?

Gemäß DIN EN 62305 wird ein Blitzschutzsystem in unterschiedliche Blitzschutzzonen unterteilt. Die Blitzschutzzonen werden auch als Lightning Protection Zones (LPZ) bezeichnet. Jede Schutzzone weist hierbei eine vollständig geerdete Hülle auf und besitzt eine geschlossene Schirmung, so dass ein vollständiger Potenzialausgleich möglich ist.

Um einen vorgegebenen Schutzpegel zu erreichen, müssen Leitungen, die durch die Schirmung geführt werden, mit Ableitern abgesichert werden. Da im Inneren einer Schutzzone weitere Schutzzonen eingerichtet werden können, besteht der Vorteil darin, dass diese nur noch unterhalb der Isolationsfestigkeit der übergeordneten Schutzzone abgesichert werden müssen.

LPZ 0A

  • Äußerer Blitzschutz

Zone, die durch direkte Blitzeinschläge und durch das volle elektromagnetische Feld des Blitzes gefährdet ist. Die inneren Systeme können vollen oder anteiligen Blitzstoßströmen ausgesetzt sein.

LPZ 0B

  • Äußerer Blitzschutz

Zone, die gegen direkte Blitzeinschläge geschützt, aber durch das volle elektromagnetische Feld des Blitzes gefährdet ist. Die inneren Systeme können anteiligen Blitzstoßströmen ausgesetzt sein.

LPZ 1

  • Innerer Blitzschutz

Zone, in der die Stoßströme durch Stromaufteilung und durch isolierende Schnittstellen und/oder SPDs an der Zonengrenze begrenzt werden. Durch räumliche Schirmung kann das elektromagnetische Feld des Blitzes abgeschwächt sein.

LPZ 2…n

  • Innerer Blitzschutz

Zone, in der die Stoßströme durch Stromaufteilung und durch isolierende Schnittstellen und/oder zusätzliche SPDs an der Zonengrenze weiter begrenzt werden. Zusätzliche räumliche Schirmung kann verwendet werden, um das elektromagnetische Feld des Blitzes weiter abzuschwächen.

Die verschiedenen Blitzschutzzonen

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